Bundesrat leidet an Amnesie. Ich auch!
Im Interview vom 6 November im Sonntagsblick verteidigt der FDP-Sozialminister Didier Burkhalter die Senkung des Mindestzinssatzes von 2% auf den historischen Tiefststand von nur 1.5%.
Börsenflaute, Schuldenkrise, ertragsschwache Situation oder Sicherung der Renten. Die altbekannte und bewährte Mantra des Versicherungslobby-Gesangvereins. Jahr für Jahr das gleiche Katzengejammer auf dem höchsten Niveau!
Mittendrin, zwischen all den „armen“ Katzen der Economiesuisse und des Versicherungsverbandes, unser Protagonist Burkhalter. Autsch! Das tut weh Herr Bundesrat! Hören sie auf! Meine armen Ohren können diese falschen Töne kaum mehr aushalten! Es ist nur peinlich und beschämend.
Nein, nein, ich weiss, wir können nicht den gleichen Musikgeschmack haben. Um des Frieden willens überspringen wir doch gemeinsam ein paar Strophen. Lassen wir die Schuldenkrise, die eigentlich eine Systemkrise ist, bei der Seite. Stellen wir die Verwaltungskosten der Pensionskassen nicht in frage, übersehen wir die Margen der Fondsverwalter. Verschweigen wir die Managerboni.
Sprechen wir doch einfach nur über den 7 März 2010!
Ja, den Tag der Abstimmung. Es ging damals um den anderen Zinssatz, den BVG-Umwandlungssatz.
Die Abstimmung, die sie, Herr Burkhalter und ihre Versicherungsclique mit „knappen“ 72.7% verloren haben.
Oh.. die Musik hört hier auf.. sie erinnern sich offenbar nicht mehr? Stimmt‘s?
Hmm.. schade eigentlich.
Jetzt, wo ich so richtig mit dem schreiben dieses Artikels in Fahrt gekommen bin. Schade.. wirklich.
(Pause)
Ok, ich glaube, ich denke jetzt ein bisschen nach, kann ja nicht schaden, vielleicht habe ich auch etwas vergessen. Ach, ist doch egal. Ich bin doch nicht der Bundesrat. Oder?
P.S.
Was bedeutet Rentenklau eigentlich?










